Ausblick
Ausblick von Dr. Ernst Guth, Veterinärmediziner
Aufgrund der Paragraphen 16 - 22 des Lebensmittelgesetzes
fällt eine gesundheitsbezogene Werbung mit einem Lebensmittel
unter das Strafrecht, sofern sie von einem Vertreiber eines
solchen Lebensmittels bzw. einer von ihm beauftragten Person
getätigt wird. Durch diese Gesetzgebung wird nicht
nur die Ursachenerforschung zumindest aller Zivilisationskrankheiten
behindert und die Petrochemie der Pharmakonzerne begünstigt,
sondern auch die Eigenverantwortung jedes Menschen in Bezug
auf seinen Körper untergraben. Die steigenden Beiträge
der Krankenkassen und der Zuzahlungen der Erkrankten sowie
der zu erwartende alsbaldige Kollaps unsere Gesundheits-systems
dokumentieren diese Fehlerquellen.
Die Grundlage der chemisch synthetischen Arzneimittel
unserer Pharmakonzerne stellt das Öl dar, aus dem in
vielfältig kombinierten chemischen Verfahren, aus einem
in Jahrtausenden in der Natur entstandenen natürlichen
Produkt, naturfremde Chemikalien hergestellt werden. Bei
der chemischen Reproduktion geht auch der Zusammenhalt natürlicher
Verbindungen, Chelation genannt, verloren. Dies ist ein
Grund dafür, dass mit synthetischen Arzneimitteln nur
eine Linderung der Symtome, aber niemals eine Heilung einer
Krankheit erreicht werden kann.
Allen Lebewesen in der Natur, Menschen, Tieren,
Pflanzen, Bakterien, Viren, Protozoen und auch Pilzen, fehlen
in ihren Genen die entsprechenden Anlagen zur Synthese der
Enzyme zum vollständigen Abbau dieser unnatürlichen
synthetischen Arzneimittel, da künstliche Produkte
im Bauplan der Schöpfung natürlich keine Berücksichtigung
gefunden haben. Somit ist ihr vollständiger Abbau mit
anschließender Rückverwertung ihrer Bestandteile,
zum erneuten Aufbau lebendiger Substanz in der Natur, nicht
möglich.
Es kommt zur Ablagerung von Stoffwechsel und
Kreislauf belastenden Schlacken sowie zur Enstehung zellwandschädigender
Radikale im Organismus und zum Eintrag großer Mengen
unvollständig abgebauter oder achtlos über die
Kanalisation entsorgter abgelaufener oder nicht mehr benötigter
Arzneimittel ins Grundwasser. Dabei dominieren nach gegenwärtigen
Erkenntnissen die synthetischen Antibiotika, aber auch Psychopharmaka
spielen, gerade aufgrund ihres Einsatzgebietes und ihrer
relativ kurzen Einsatzdauer von weniger als 40 Jahren, eine
alarmierende Rolle. Auch der hohe Gehalt an Chemotherapeutika
in den Friedhofsabwässern dokumentiert diesen nicht
beachteten Gefahrenherd. Durch Kumulation dieser Arzneimittel
bzw. deren unvollständig abgebauter Rückstände
durch Reaktionen mit anderen Giftstoffen - Industriegifte,
Agrochemikalien - und deren Abbauprodukten, für die
das gleiche Abbauschema gilt wie für synthetische Arzneimittel,
verstärkt sich die Vergiftung unserer Umwelt auf das
mehrfache.
Jede weitergehende chemische Reaktion mit
einer ursprünglich natürlichen Substanz - Hydrierung,
Carboxylierung, Veresterung, Transaminierung... führt
zur stetigen graduellen Entfernung von ihrem natürlichen
Status. Kommen die entstehenden synthetischenVerbindungen
in der Natur nicht vor, so sind auch im genetischen Plan
der Natur keine Enzyme zu ihrem Abbau vorgesehen. Die Natur
kann hier lediglich durch das Vorbringen von Mutanten Abhilfe
schaffen.
Aufgrund verschiedener Fehl-entwicklungen
in der Landwirtschaft, der Lebensmittelverarbeitung und
Nahrungsmittelherstellung sowie durch die mittlerweile vorherrschende
toxische Gesamtlage, sind Mangelerscheinungen in Bezug auf
Mineralien und Spurenelemente sowie weiteren natürlichen
Vitalstoffen wie Vitamine, ungesättigte Fettsäuren,
Enzyme, Aromastoffe und Faserstoffe für den menschlichen
und tierischen Organismus entstanden. Die unzureichende
Versorgung über die Nahrungskette wird potenziert durch
eine globale Vernetzung unserer Umwelt mit Giften.
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Im Einzelnen sind diese Defizite folgendermaßen
zu definieren:
| a) |
an Böden gebundene primäre
Mangelerscheinungen, |
| b) |
durch Agrochemiekalien hervorgerufene
Mangelerscheinungen, |
| c) |
durch Bodenverdichtungen hervorgerufene
Mangelerscheinungen, |
| d) |
durch Verarbeitung von Lebensmitteln
zu Nahrungsmitteln hervorgerufene
Mangelerscheinungen; v. a. durch die industrielle Raffination
zum Zwecke der Aufkonzentrierung von Kohlenhydraten,
Eiweißen und Fetten und der Haltbarmachung für
Transport und Lagerung, werden Vitalstoffe aus dem ursprünglichen
Lebensmitteln entfernt, |
| e) |
durch Umweltgifte in Luft, Wasser und
Boden hervorgerufene Mangelerscheinungen, die über
verschiedene Mechanismen eine Enzymblockade hervorrufen
können. |
Enzyme arbeiten nach dem Prinzip der Fließgleichgewichte.
Wenn der Gleichgewichtszustand jederzeit schnell erreicht
würde, könnte es weder organische Chemie noch
das Leben auf unserem Planeten geben. Eine Möglichkeit
zur Weiterreaktion eröffnet sich nur dann, wenn enzymatische
Reaktionen hintereinander geschaltet sind und die jeweils
folgende einen Stoff laufend verbraucht, der - oft in kleiner
Konzentration - in der ersten Reaktion produziert wird.
Eine Gleichgewichtskonzentration wird deshalb nicht erreicht,
weil ein Reaktionsprodukt weiter reagiert, und somit laufend
verringert wird und durch die erste Reaktion nachgeliefert
werden muss.
Entscheidend ist, dass ein Enzym in beiden
Reaktionsrichtungen seine Wirksamkeit entfalten kann. Diese
rückläufige Leistung ist die Konsequenz dessen,
dass ein Enzym stets bis zum Gleichgewicht katalysiert.
Unter bestimmten Enzym- und Substratmengen wird auch das
Produkt mit dem ungünstigen bzw. geringen Fließgleichgewichtsanteil
hergestellt, sobald das angestrebte Verhältnis unterschritten
wird.
Es wird also an dem einen Zielpunkt des Stoffwechsel
- Fließgleichgewichts die geordnete Funktion von Stoffwechsel,
Organen, und Geweben sowie deren steter Auf- und Abbau,
ihre Erneuerung gewährleistet, nach Maßgabe der
Information der entsprechenden DNS und unter Mitbeteiligung
von RNS, Enzymen, Hormonen, Überträgerstoffen,
Immunglobulinen, Albuminen, Hämoglobin und vielen weiteren
Wirkstoffen. An dem Zielpunkt der anderen Seite der Stoff-Wechsel-Reaktionen,
wenn auch in ungünstigem Gleichgewichtsverhältnis,
erfolgt die Erneuerung der die Stoff-Wechsel-Funktion und
das Erbgut bestimmenden DNS.
Können Enzyme aufgrund von Fehlernährung
oder der Einwirkung von Umweltgiften nicht synthetisiert
werden, so werden nicht nur die Funktionen von Stoffwechsel,
Organen sowie deren Erneuerung fehlgesteuert, sondern in
genau der gleichen Form der Schädigung in der Peripherie
auch der Neuaufbau der DNS über die RNS verändert.
Voraussetzung ist in den meisten Fällen, dass die schädigende
Noxe über einen längeren Zeitraum einwirkt. Die
Änderung im Neuaufbau der DNS entspricht dabei genau
der Fehlordnung in Stoffwechsel und Erfolgsorgan, was notgedrungene
Folge des vorherrschenden Fließgleichgewichts und
der rückwärtigen Leistung der Enzyme ist.
Industrienahrungsmittel wie Zucker und Auszugsmehle
bewirken, infolge ihrer Konzentrierung und ihres Mangels
an natürlichen Vitalstoffen, einen Rückgang der
Verdauungsintensität, weshalb die Nahrung schlechter
aufgeschlossen und schlechter ausgewertet wird. Dieser Intensitätsverlust
betrifft sowohl die Peristaltik der Muskelschicht der Verdauungsorgane
als auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen, mit
vielen negativen Folgeerscheinungen für Stoffwechsel,
Darmflora, Immunsystem… Der im Zusammenhang mit dieser
Ernährung vererbte Enzymmangel der Organe des Verdauungstraktes,
der die Hauptursache für die vielfältigen Nahrungsunverträglichkeitsreaktionen
der Säuglinge und Kleinkinder darstellt, ist eine der
vielen negativen Errungenschaften der Zivilisation und der
Globalisierung.
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